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Zur Presseartikel-Übersichtsseite Herr Schmitt fotografiert alles gern außer Mode
Die Galeristin Monika Krüger hält übers Internet auch in Großziethen den Draht zu internationaler Kunst
15. Dezember 1999
Märkische Allgemeine
     
 

Großziethen - Demnächst stellt Harald Schmitt bei mir in Großziethen aus, erzählt Monika Krüger ganz beiläufig. Harald Schmidt?, fragt man verdutzt. Nein, Harald Schmitt, entgegnet die Galeristin und Malerin. Zwei "T" am Ende, bitte. Also nicht der berühmte Late-Night-Talker; fast macht sich ein wenig Enttäuschung breit. Das wäre mal was: Der Fernsehstar zeigt gehässige Kritzeleien im Landkreis Dahme-Spreewald.

Dann der Blick auf die Vita vom anderen Harald, dem mit zwei "T" im Nachnamen - Fotograf für den Stern ist er, liest man. Erster Preis World Press Foto 1976, Dritter Preis World Press Foto 1087, liest man weiter. Ist doch nicht so uninteressant, dieser Schmitt. Aber warum stellt der renommierte Hamburger ab Januar ausgerechnet in Großziethen aus? Den kenne ich persönlich, erklärt Monika Krüger. Ach so.Auf ihrer Internet-Homepage (http://www.galerieeinstein.de) hat sie ihn bereits vorgestellt: "Fotografiert alles gern außer Mode", steht da zum Beispiel.

Und die anderen Künstler, die während dieses und des vergangenen Jahres ihre Werke in den Räumen der gebürtigen Berlinerin zeigten, kannte sie die auch persönlich? Nein, da haben sich die Kontakte übers Internet ergeben, antwortete sie. Und räumt ein, dass eine Galeristin auf dem Lande ohne Online-Ausflüge schwerlich Kontakt zu internationalen Künstlern aufnehmen könnte. Auch ihre Bekanntschaft mit dem österreichischen Maler Erwin Kastner wurde auf der Datenautobahn eingefädelt. Unglaublich, was die Suchmaschinen alles unter dem Schlagwort Kunst ausspucken, erzählt Monika Krüger. Beim Surfen ist sie auf Kastners Aquarelle gestoßen: Ein Blick, und sie war schrill begeistert, so ihre Erinnerung. Via E-Mail teilte sie dem Künstler ihre Bewunderung mit. Ab März wird Kastner seine farbkräftigen, nonchalant hingetuschten, aber durchaus realistischen Bilder in der Galerie EinStein zur Schau stellen. Er hat die Ansprüche der Galeristin erfüllt: Wer bei ihr ausstellt, muss nicht berühmt sien, nur gut, sagt sie.

Gebühren nimmt Monika Krüger nicht von den Künstlern, lediglich einen Anteil aus Verkäufen beansprucht sie für sich. Perspektivisch möchte sie den großzügigen Galerieraum, der neben ihrem Wohnhaus liegt, außer den bildenden auch den darstellenden Künsten offenhalten. Mal schauen, ob ein paar Schauspielschüler den Raum für einen Autritt nutzen möchten, denkt sie laut über ein breitgefächertes kulturelles Angebot nach.

Monika Krüger greift auch selbst zum Pinsel. Von Kindesbein an, immer schon ohne Unterricht. Wenn ihr ein Kunstprofessor rät, sie solle doch mehr Handwerkszeug erlernen, wird Monika Krüger trotzig - sie will sich nicht verbilden lassen. So malt sei denn ohne akademischen Ballast - meistens lebensbejahend, das ist wichtig. Derart entstand auch der erotische Bilderbogen. Beleibt und splitternackt vergnügen sich die Leiber auf ihren Bildern miteinander. Aber auch Clowns und Hähne hat sie gemalt - bunt ist Trumpf. Lars Grote

 

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