Galerie EinStein

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Bilder aus der Mongolei / Delegation aus Ulan Bator in der Region
9./10. Oktober 1999
Märkische Allgemeine
     
 

Großziethen - Menschengewimmel in der Schillerstrasse. Monika Krüger hat ihre Galerie "EinStein" eingeladen. Sie zeigt Werke des in seiner Heimat berühmten Malers Namchaizerengijn Sanchir aus Ulan Bator. Die Vernissage findet in den Asien-Pazifik-Wochen statt. Dazu ist eine dreiköpfige Delegation aus der Mongolei angereist.

Dicht drängten sich die Besucher vor den Bildern. Dazwischen fallen besonders die schwarzhaarigen Schönheiten der Damen aus dem fernen Asien auf. Es wird vor den Bildern lebhaft debattiert. Dass im Land der weiten Steppen, der Schaf- und Pferdeherden so modern gemalt wird, erstaunt manchen. Zugegeben wird in der Einführung durch Monika Krüger, dass Sanchirs Bilder wie seine Diplomarbeit 1977 "Die Völker tanzen" heftig umstritten waren und sind. Eben dieses Bild sicherte ihm aber an der Akademie Bestnoten.

Der 1947 geborene Sohn eines Malers, Architekten und Bühnenbildners erhielt seine Ausbildung an der Repin-Akademie ab 1971 im damaligen Leningrad. Mongolische Ausstellungen zeigten im Ausland von Moskau bis Managua von Addis Abeba bis Havanna stets Bilder des jungen Künstlers. Seit 1989 erweiterte sich der Radius seiner Ausstellungsmöglichkeiten bis nach Westeuropa, in die USA, nach Japan.

Immer kehrte er in die Heimat zurück. Hier sind auch seine Themen angesiedelt. Einige Bilder heißen "Brandzeichen". Amtsdirektor Udo Haase, der einige Jahre in der Mongolei lebte, erklärt: "Jede Familie hat ihr eigenes Brandzeichen. Es wird auch den Tieren eingebrannt. Wo es keine Weidenzäune gibt, müssen die Züchter ihr Vieh auseinanderhalten können."

Die "Sonne" ist ein Feuerball im Gras. "Vögel" erinnern an den hohen Himmel über den Weiten. Aus dem Privatbesitz Haases zeigt ein Nebenraum drei Bilder des Sanchir-Vaters. Der hat in den zwanziger Jahren in Berlin und Leipzig studiert und an der Freien Schulgemeinschaft Wickersdorf (Thüringen) gewirkt. Dieser "Westaufenthalt" brachte dem Mongolen dann nach der Rückkehr eine längere Haftstrafe ein.

Auch die Gäste aus der Mongolei haben sich die umfangreiche Sammlung angeschaut. Sie kennen sich in Großziethen schon aus.

Ein Jugendaustausch zwischen Ulan Bator und Schönefeld rückt in greifbare Nähe. Schon im kommenden Jahr erfolgt der Gegenbesuch. Drei Schönefelder reisen dann in die Mongolei. Elfriede Steyer


Ausstellungseröffnung in der Galerie EinStein in Großziethen. Zu Gast waren der Mongolische Botschafter Bajar-Saikan (links) sowie sein Staatssekretär. Hier mit Amtsdirektor Udo Haase (rechts) und Galeristin Monika Krüger.

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