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BM Großziethen
- Ihre Arbeiten sprechen
eine starke Sprache: Verletzlichkeit, Stolz und Lust bestimmen
Malerei und Skulpturen der Berliner Künstlerin Nänzi.
Ihre "kleinen Figuren und Bilder" sind
noch bis zum 21. Mai in der Großziethener Galerie "EinStein" zu
sehen.
"Sie ist eine
ungewöhnliche Frau, die bereits bemerkenswerte Erfolge hat",
beschreibt Eigentümerin Monika Krüger die Meisterschülerin
der Berliner Hochschule der Künste. Seit 1980 beschäftigt
sich Nänzi, bürgerlich Sybille Reichert, mit ausdrucksstarken
Figuren, die nie glatt und perfekt, sondern kantig, verwundet
oder verstümmelt sind.
Meist stehen Frauengestalten
im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Die
Materialien wechseln dabei ebenso wie die Darstellungsformen.
Mal ist es eine fast naturalistische Alabaster-Skulptur wie bei
der "Frau auf Ein' Stein", mal sind es stärker
verfremdete Bronzeplastiken.
Mit dem künstlerischen
Erfolg ihrer Galerie kann Monika Krüger zufrieden sein. Ärger
droht der Großziethenerin unterdessen von unerwarteter
Seite. Weil ein Berliner Kaffeehaus seine Namensrechte verletzt
sieht, soll die Galerie "EinStein" zwangsweise umbenannt
werden. "Ich habe sehr deutliche Schreiben bekommen, ohne
daß vorher jemand mit mir gesprochen hatte", ärgert
sich Monika Kruger.
Die Berliner Gastronomen
hätten ihr nicht nur unter Strafandrohung die Weiternutzung
des Namens untersagt, sondern "ich sollte auch gleich Anwaltskosten
zahlen". Sie will jetzt die Angelegenheit durch einen Patentanwalt
prüfen lassen. "Mal sehen, wer wirklich ältere
Rechte hat."
Galerie "EinStein",
Schillerstraße 3, Großziethen. Geöffnet von
Mittwoch bis Freitag, 16 bis 19 Uhr. |



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