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Großziethen.
Die Galeristin Monika Krüger
präsentiert seit dem 28.
Februar eine Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Techniken.
Druckgrafik zeigt die junge Eva Pietzcker.
Encaustic stellt Sonja Garbe vor. Encaustic ist eine Wachsmalerei,
deren einfache Form häufig in den Schulhorten geübt wird. So ist auch die
Waltersdorferin Sonja Garbe dazugekommen, die vom Vater vorbelastet
schon immer gern gezeichnet hat. Der Krieg hat verhindert, daß sich
die heute 70jährige ihren Berufswunsch Kunstgewerblerin
erfüllen konnte. Sie wurde Kindergärtnerin, ihre Schwester
ist Hortnerin. Die hat die nötigen Geräte angeschafft
aber nicht so recht etwas damit anfangen können. Sonja schon.
Sie übernahm die teure Technik, probierte aus und besuchte
in Weilheim einen Intensivkurs.In Großziethen zeigt sie
Landschaften und Blüten in Brauntönen oder kräftigen
Farben. Auf den ersten Blick muten die Bilder wie naive Kunst
an. Doch diese Technik erzielt eine besondere Tiefenwirkung.
Mit einer Art Reisebügeleisen und mit der Spitze eines Heißpen
(wie ein Kugelschreiber) werden die Honigwachefarben aufgetragen.
Feinste Linien, Tupfer, beispielsweise bei Blättern, fügen
sich zu Bildern, die unvergänglich sind.
Völlig anders
in Technik und Gestaltung sind die Arbeiten von Eva Pietzcker.
1966 in Tübingen geboren, studierte sie Malerei an der
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Bald wandte
sie sich der Graphik zu. Sie lebt jetzt in Berlin und nutzt
dort eine Druckerei. Brücken faszinieren die Künstlerin,
wie ihre »Brooklyn Bridge", ein Silberdruck. "Die
Bewegung über und unter der Brücke" regt sie
an, wie sie erklärte. Und "Brücken sind Knotenpunkte,
wo sich zwei Wege treffen", sind auch Anlaß. Ein
anderer sind die Begegnung von Mensch und Natur. "Ich
bin ein Stadtmensch" sagt
sie, deshalb spreche sie das Erlebnis Natur besonders an.
Die Radierung '"Abend" ist ein Blick durch das
Fenster, wie auch "Mondlicht" oder die ganz verschiedenen
Darstellungen von Bäumen. In all diesen' Radierungen
faszinieren die Licht-Schattenwirkung die den Bildern perspektivisch
Raum geben. Eva Pietzcker malt stets "vor Ort",
nimmt das Herumschleppen des schweren Arbeitsmaterials gern
auf sich. "Wenn ich Skizzen mit nach
Hause nähme, wäre die Sicht schon wieder anders",
sagt die Künstlerin. Elfriede Steyer |

Die 32jährige
Eva Pietzker, deren
Siebdrucke und Radierungen den
größten Teil der Schaufläche belegen,
lebt und arbeitet in Berlin-Hermsdorf.
Zentrales Thema ihrer Nturansichten
und Akte ist die Auseinandersetzung mit allen Variationen des Lichts.
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