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Zwei Künstlerinnen, zwei Techniken: Neue Ausstellung in der Galerie EinStein
3. März 1999
Märkische Allgemeine
     
 

Großziethen. Die Galeristin Monika Krüger präsentiert seit dem 28. Februar eine Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Techniken.

Druckgrafik zeigt die junge Eva Pietzcker. Encaustic stellt Sonja Garbe vor. Encaustic ist eine Wachsmalerei, deren einfache Form häufig in den Schulhorten geübt wird. So ist auch die Waltersdorferin Sonja Garbe dazugekommen, die vom Vater vorbelastet schon immer gern gezeichnet hat. Der Krieg hat verhindert, daß sich die heute 70jährige ihren Berufswunsch Kunstgewerblerin erfüllen konnte. Sie wurde Kindergärtnerin, ihre Schwester ist Hortnerin. Die hat die nötigen Geräte angeschafft aber nicht so recht etwas damit anfangen können. Sonja schon. Sie übernahm die teure Technik, probierte aus und besuchte in Weilheim einen Intensivkurs.In Großziethen zeigt sie Landschaften und Blüten in Brauntönen oder kräftigen Farben. Auf den ersten Blick muten die Bilder wie naive Kunst an. Doch diese Technik erzielt eine besondere Tiefenwirkung. Mit einer Art Reisebügeleisen und mit der Spitze eines Heißpen (wie ein Kugelschreiber) werden die Honigwachefarben aufgetragen. Feinste Linien, Tupfer, beispielsweise bei Blättern, fügen sich zu Bildern, die unvergänglich sind.

Völlig anders in Technik und Gestaltung sind die Arbeiten von Eva Pietzcker. 1966 in Tübingen geboren, studierte sie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Bald wandte sie sich der Graphik zu. Sie lebt jetzt in Berlin und nutzt dort eine Druckerei. Brücken faszinieren die Künstlerin, wie ihre »Brooklyn Bridge", ein Silberdruck. "Die Bewegung über und unter der Brücke" regt sie an, wie sie erklärte. Und "Brücken sind Knotenpunkte, wo sich zwei Wege treffen", sind auch Anlaß. Ein anderer sind die Begegnung von Mensch und Natur. "Ich bin ein Stadtmensch" sagt sie, deshalb spreche sie das Erlebnis Natur besonders an. Die Radierung '"Abend" ist ein Blick durch das Fenster, wie auch "Mondlicht" oder die ganz verschiedenen Darstellungen von Bäumen. In all diesen' Radierungen faszinieren die Licht-Schattenwirkung die den Bildern perspektivisch Raum geben. Eva Pietzcker malt stets "vor Ort", nimmt das Herumschleppen des schweren Arbeitsmaterials gern auf sich. "Wenn ich Skizzen mit nach Hause nähme, wäre die Sicht schon wieder anders", sagt die Künstlerin. Elfriede Steyer


Die 32jährige Eva Pietzker, deren
Siebdrucke und Radierungen den
größten Teil der Schaufläche belegen,
lebt und arbeitet in Berlin-Hermsdorf.
Zentrales Thema ihrer Nturansichten
und Akte ist die Auseinandersetzung mit allen Variationen des Lichts.

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