Galerie EinStein

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Erste Personalausstellung von Ralf Lentering in der Galerie EinStein
Januar 1999
Dahme-Kurier
     
 

Großziethen. Am Sonnabend eröffnete Monika Krüger in ihrer Galerie "EinStein" die Türen für eine Ausstellung der 98‘er Bilder des Malers Ralf Lentering Bis zum 21.Februar werden dort die Arbeiten des Westfalen zu sehen sein.

Lentering ist Autodidakt und seit 1997 freiberuflich tätig. Alles, was bisher in Acryl und Öl auf Leinwand entstanden ist, hat er - natürlich ausgestattet mit Talent - ganz aus sich heraus geschaffen. Wie weit das geht, ist auf seinem Bild "Wasser des Lebens" zu sehen, "mein erstes in Öl", wie er dazu sagt. Obwohl in seinem leuchtenden silbrigen Blau geradezu ins Auge springend, wird es etwas im Hintergrund präsentiert. Die Farbe strömt von einem Mittelpunkt nach außen, ein silberner Ball scheint darin zu schweben. Lentering sieht in ihm seine Seele. Wohl der Ausdruck einer Art Befreiung, denn 1994 ausgebrannt, krank, kam er in zwei Jahren zur Neubesinnung. Ausbildung, Karriere, Familie hatten die Kräfte ausgezehrt. Die Kunst hat dem 1960 in Soest Geborenen nicht nur neue Kraft gegeben, sondern dem Ingenieur den Start in ein neues Berufsleben ermöglicht. Aus der Welt der Computer ist ihm die enge Verbindung zur englischen Sprache geblieben. So erklärte er, daß ein Teil seiner Bilder englische Titel trägt wie "Faces" oder "Desert rain", was in Deutsch zu sagen, gut möglich wäre. Jedoch setzt er hinzu, daß mit zunehmenden Selbstvertrauen, wohl auch Vertrauen in seine künsterischen Fähigkeiten, er genau benennt, was er darstellt: "Soester Mauer" in grünem Sandstein unter nachtdunklem Himmel bestrahlt vom gelben Laternenlicht. Oder auch "Landschaft bei Köln", die Verbindung von Natur und Technik.

Er sei ein kommunikativer Mensch, sagt er, der sich nicht njr mit Worten mitteilt. Dadurch, daß er die Inspiration aus der Realität bezieht - ein Baum ist ein Baum, ein Mensch ist ein Mensch, wenn auch überhöht - will er "auf Leute zugehen, ihnen den Zugang zu dem, was ich hingesteckt habe, erleichtern". "Talk to me" zeigt einen in  schwungvoller malerischer Linie schmerzgebeugten Menschen; die Flammen aus seinem Nacken deuten auf die Intensität des Schmerzes, der helle Fleck darüber ist der erlösende Lichtblick. Manche Bilder haben nach dem Gespräch mit dem Maler eine Aha-Wirkung. Jedes der zwanzig gezeigten Werke lädt zum Verweilen, zum Nachdenken ein.
Elfriede Steyer

 

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