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Großziethen. "Galerie
EinStein" ist seit kurzem an den Wochenenden in der Schillerstrasse
5 zu lesen. Ein hoch aufgerichteter Granit im Garten ist das
Markenzeichen: Ein Stein. Leicht zu merken. Hier ist die Wirkungsstätte
von Monika Krüger. Sie hat sich viel vorgenommen, was die
Künste allgemein betrifft.
Leicht wird der Besucher durch die zwei weißen Häuser, die Mauer aus
mächtigen Fedsteinen und das friesische Tor in den Norden versetzt. Dabei
sind beide Krügers dort nicht beheimatet, fühlen sich aber angezogen.
Monika Krüger hat, was ihr Vorhaben anbelangt, in ihrem Mann den besten
Partner. Weil sich beide als Vermieter nicht geeignet fühlen, haben sie
das kleine, doch geräumige Haus neben ihrem Wohnhaus in eine Galerie verwandelt.
Monika Krüger, die selbst malt, möchte "als Galeristin jungen
Künstlern oder solchen, die noch keine Plattform gefunden haben", eine
solche bieten. Dabei sei das Kommerzielle für sie von gänzlich untergeordneter
Bedeutung. Lediglich selbst tragen müsse es sich. Sie will keine Gebühren
von den Ausstellenden, nur gewisse Prozente von verkauften Arbeiten. Zeigen wird
sie aber nur, was ihr selbst gefällt. Sie hofft auf Angebote, wählt
vorerst im Internet die Künstler aus.
Gegenwärtig sind Bilder von Kurt Wobst zu sehen. Aquarelle, Gouachen sind
die vorwiegenden Techniken des Malers. Da sind Ausschnitte märkischer Landschaft
wie solche aus Polen und Frankreich zu sehen, aber auch Stimmungen, beispielsweise "Im
Sturm", "Regenstimmung" oder auch der Urknall, "Schöpfung" genannt.
Einige Werke sind bereits verkauft.
Der große Raum mit den weißen Wänden ruft direkt nach Bildern
und Betrachtenden. In dem geräumigen Erker mit Blick auf den Garten befindet
sich Monika Krügers Arbeitsplatz. Wer bei der Galeristin malen möchte,
kann kommen. Doch sie möchte mehr. "Ich
habe ein solches Atelier für mich allein nicht verdient", sagt sie. "Den
Erker könnte ich zur Bühne machen", plant sie. Hier sollen Lesungen
stattfinden, könnte man Musik machen. Ein Großziethener Kulturzentrum
ist im Entstehen, wie es seinesgleichen bisher sucht. Bürgermeister Joachim
Wolff sieht es mit Wohlgefallen. Elfriede Steyer |
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