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Wie aus einer anderen Welt - Ausstellung mit afrikanischen Schmuck
15. Mai 2004
Märkische Allgemeine
     
 

Großziethen - Der Schritt über die Schwelle der Galerie EinStein zur Vernissage war zugleich der Schritt in eine andere Welt.

Zwischen grob geschnitzten Holzplastiken und bizarren Algen war Schmuck ganz eigener Prägung wie zufällig hingeworfen angeordnet. Verena Knobloch, die seit acht Jahren nahe Kapstadt in Südafrika lebt, hat mit Ekipas Halsschmuck geschaffen, der jede europäische Frau begeistern kann.

Aus fein geflochtenen Leder- oder sogar Stahlbändern und Ketten aus Elefantenhaar sind einige Anhänger. Teilweise sind sie der weiblichen Brust nachempfunden, die mitunter in der aufrecht stehenden Brustwarze endet. Andere sind in der Form Schiffen nachgebildet - alles der Umwelt des Schöpfers entstammend - das eigentliche Schmuckstück - eben Ekipas. Sie entstanden aus Elfenbein. Da stutzt der Betrachter. Jedoch gab es im 19. Jahrhundert, als die Ekipas entstanden, noch keinen Artenschutz. Jedoch sind einige auch aus Knochen oder dem Holz der Makalanepalme geschnitzt worden. Das geht zurück auf eine Tradition der Ovambos, des größten ethnischen Gruppe in Namibia und dem Volk der im Süden Angolas lebenden Kwanyama.

Verena Knobloch hat ihren Berufsweg als Reiseverkehrsfrau begonnen. Beinahe zwangsläufig führte sie ihre Arbeit auch nach Südafrika. Dort hat sie ihren seit längerem in Kapstadt lebenden Mann kennengelernt und ist ihm schließlich nach reiflichen Überlegen, wie sie sagt, dorthin gefolgt. Verschieden waren die Aufgaben, die sich ihr dort stellten. So richtete sie ein Gästehaus in afrikanischem Stil ein und auch ein Wohnhaus sowie zuletzt ihr eigenes. Seither widmet sie sich der Schmuckgestaltung, weil sie da zu Hause arbeiten kann. Inzwischen hat sie einen eigenen Workshop und die " Movin'Art Gallery" in Kapstadt. Man glaubt es der lebhaften und grazilen jungen Frau gern, dass sie schnell mit Leuten ins Gespräch kommt. So traf sie einen Sammler aus Windhuk. Der hat einen Antik-Shop in Nanibia. Von ihm konnte sie die Ekipas kaufen, die sie verarbeitet. Das nennt sie einen Glücksumstand, denn es sind Raritäten, wie sie erklärt, da Ekipas heutzutage nicht mehr angefertigt werden.

Verena Knobloch hat diese Kombination aus afrikanischer Tradition und Moderne nach Berlin gebracht. Monika Krüger von der Großziethener Galerie EinStein hat mit sicherem Instinkt für ungewöhnliche Kunst ihr die Ausstellungsmöglichkeit in der Region geboten. Die Schmuckstücke wirken zeitlos und modern. Manches Ekipa ist bräunlich, manches rötlich eingefärbt. Jedes Schmuckstück ist ein Unikat.

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