Galerie EinStein

Ausstellungen und Künstler PressetexteWerkschau - Monika KrügerKontaktImpressum
 
 
  Pressetexte  
 
Zur Presseartikel-Übersichtsseite Die Kunst des Moments
Die Galerie EinStein zeigt Skulpturen in Holz und Stahl
5. August 2002
Märkische Allgemeine
     
  Großziethen - Wie ein Sommerfest der Galerie EinStein von Monika Krüger gestaltete sich am Sonnabend die Vernissage mit Skulpturen der Nürnberger Künstler Guido Häfner, Johannes Häfner und Computergrafik sowie Comics der Galeristin selbst.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Amtsdirektor Udo Haase. Bereits vor dem Haus begrüßt der "Große Hirnbirn" mit der Kettensäge aus dem Pappelholz geschnitten. Da guckt einen ein aufmüpfiger junger Bursche entgegen, mit dem nach oben gestylten kurzen Haarschopf. Was aber wie eine Knollennase aussieht, ist eine Grubenlampe, die in Oberfranken- wo die Häfner-Brüder herstammen- Hirnbirn heißt. Ihm ähnelt drinnen der "Große Musterknabe" aus pulverbeschichtetem Stahl.

Beide Arbeiten hat Guido Häfner geschaffen, der Holz und Stahl als seine Materialien erkannt hat. "Peregrinus" und "Röschen", Gestalten aus der Erzählung "Meister Floh" von E.T.A. Hoffmann, beherrschen das Bild in der Mitte des großen Galerieraumes. Besonders haben es dem jüngeren Häfner die Engel angetan. Alle seine Figuren stimmen heiter. "Wir leben in einer Umwelt der Comics", erklärt Guido Häfner seine Auffassung. Er sieht in den Menschen um sich herum die humorvollen Züge. Dabei befindet er, dass " wir multikulti geworden sind, eine bunte Welt bekommen haben". Diese Farbige sei ihm lieber als Leute in uniformierten Grau. Spaß am Leben ohne Spaßgesellschaft zu sein, nennt er es in etwa und meint mit kleinem Seitenhieb: "dafür haben wir ja die FDP". Im Hof führte er dann mit der Kettensäge vor, wie bei ihm ein Kunstwerk entsteht. Was einmal ausgesägt ist, das ist weg. " Das ist Kunst des Moments", da kann ich nichts nachbessern.

Die Brüder Häfner arbeiten zusammen, obwohl sie unterschiedliche Materialien verwenden. Ideen werden miteinander ausgebrütet, wie beispielsweise in den viereinhalb Stunden unterwegs von Nürnberg nach Berlin. Was dann bei Johannes Häfner " Endprodukt" ist, sieht der Betrachter im kleineren Galerieraum an den Wänden. Johannes Häfner, der eine der wenigen erhaltenen Orginalhandschriften E.T.A. Hoffmanns, die Erzählung " Meister Floh" in Berlin entdeckte, hat dessen Figuren auf dem Computer Gestalt gegeben. Mit diesen Arbeiten Korrespondieren eindrucksvoll die Bilder von Monika Krüger, die seit dem vergangenen Jahr entstandenen Jahr entstanden sind. Seit einer Amerikareise hat sie, die sich schon in vielen Techniken und Stilen versucht hat, wieder etwas Neues für sich entdeckt. Inspiriert von James Rizzi hat sie in Acryl, vorwiegend auf Holz, sehr farbige Bilder geschaffen. Sehr schön "Im Cafe" mit ganz vielen Leuten. Da gibt es nicht zwei gleiche, jeder ist eine Type für sich. Immer wieder entdeckt man Neues, je länger man das Bild anschaut. "Beliebige Welt" nennt sie ein Bild, "Sommer im Park" ein sehr schönes in vorherrschendes Grün. Geradezu satirische Züge hat sie " Weiber" gegeben, eine Gruppe Frauen um einen Tisch versammelt, deren Haltung und Ausdruck jeden einzelnen Charakter verraten. Alles in allem eine Ausstellung, die anzusehen, sich empfiehlt. - Elfriede Styer -
Guido Häfner bei der Arbeit
Zum Seitenanfang
 
  copyright

© Galerie EinStein . Inhaberin: Monika Krüger . Telefon 03379 445 173 . Berlin-Schönefeld, 1998-2007