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ComicArt 2002
Monika Krüger zeigt ComicArt im
Amt Schönefeld |
21. Juni 2002
Märkische Allgemeine |
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Großziethen -
Monika Krüger kann sich für die verschiedensten Stile
und Materialien begeistern: Bilder auf alten Notenblättern
waren von ihr schon zu sehen, zarte Aquarelle neben schweren Ölschinken.
Jetzt zeigt sie in einer Ausstellung im Amt Schönefeld "PopArt". "Schreiend,
schrill", so erklärt sie den Begriff. "Naiv sagt man ja heute
nicht mehr, statt dessen heißt es "PopArt". Ein New York Besuch
im letzten Sommer war die Inspiration. "Bei meinen Streifzügen durch
die Galerien bin ich auf James Rizzi gestoßen", erzählt sie. "Seine
PopArt"-Bilder fand ich ganz toll, aber selbst als Reproduktionen waren
sie unverschämt teuer. Da hab ich mir gedacht, so etwas mal ich einfach
selbst. "Herausgekommen ist dabei unter anderem eine New York Triologie,
die vor Energie nur so sprüht. " Mein New York" Teil eins und
zwei zeigen in knallbunten Farben ein Durcheinander von witzigen und skurrilen
Szenen eines Sommertages. Die Gesichter der Menschen sind wie Karikaturen überzeichnet,
im Hintergrund ragt die noch intakte Skyline Manhattans empor. Wer genau hinguckt,
entdeckt Absurditäten aus dem Alltag der Metropole.
Das Bild "September" schließlich
thematisiert die Katastrophe: Der Himmel hinter den Türmen ein
glutrotes Flammenmeer, davor entsetzte Menschen mit weit aufgerissenen
Augen und Mündern. "Aktuelles, Themen und Menschen haben
mich schon immer mehr interessiert als Lansschaften", erzählt
die Künstlerin. Einige Male schon hat sie Pessefotos nachgemalt.
Den jungen Palästinenser etwa, der im Sprung über brennende
Reifen die Flagge der Autonomiegebiete hoch über seinem Kopf
hält.
Themen, klare Aussagen sind ihr wichtiger als verklausulierte Botschaften,
die Kritiker dann entziffern sollen.
"Oft bin ich ganz erstaunt, was die alles in die Bilder hineinlesen, auch
in meine", sagt sie. Gerne läßt sie sich inspirieren. Aber egal
welcher Stil oder welche Technik, immer bringt sie sich alles selbst bei. "Kunstprofessoren
oder Kurse- das ist nichts für mich", erklärt sie. " Die
wollen einem immer gleich sagen, wie man zu malen hat". Malen wollte ich
schon immer. Möglich ist das erst seit 12 Jahren. Vorher musste sie Geld
verdienen und ein Kind alleine gross ziehen. "Es hat lange gedauert, bis
ich endlich meinen Sponsor geheiratet habe", schmunzelt sie. Jetzt sollen
auch andere teilhaben an ihrem Privileg, sich ganz der Kunst widmen zu können.
In ihrer "GALERIE EINSTEIN" in Großziethen bietet sie Künstlern
die Möglichkeit, kostenlos eigene Bilder zu präsentieren. Die Ausstellungen
sind international: Künstler aus China und der Mongolei sowie aus Frankreich
hat Monika Krüger schon vorgestellt. Der Staatssektetär der Mongolei
sei extra angereist erzählt sie. Nur in der Gegend scheint die Galerie in
der Schillerstraße 3 kaum bekannt zu sein. |
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