Großziethen. Die
erste Ausstellung zur Eröffnung der Galerie EinStein vor vier
Jahren gestaltete der Berliner Maler Kurt W.Wobst. Nun ist er erneut
da mit einer Auswahl an Aquarellen, Zeichnungen, Tempera, die seit
1995 entstanden sind.
"Sinnliche Augenblicke", für
diesen Titel hat sich die Galeristin Monika Krüger, die selber
malt, entschieden. Sinnlich, auf sensible Art erotisch sind die
hier gezeigten Bilder, deren jedes auch Natur, Umwelt, Architektonisches
mit üppiger Phantasie einschließt. Da fällt ein
Bild sogleich ins Blickfeld, wenn man zur Tür hereintritt.
In einer geöffneten Muschel sind Menschen zu sehen, die teils
Schutz suchend, teils der Umwelt ausgeliefert, sich ihr stellen.
Die Wüste ringsum scheint diese nicht zu schrecken. Sie sind
unbekleidet. Ein Mann nähert sich einer Frau, die durchaus
glücklich wirkt. Also sind sie noch bereit, Kinder zu zeugen,
obwohl sie nicht wissen, in welche Zukunft die nächste Generation
hinein geboren wird.
Mich beeindrucken stark drei nebeneinander
gehängte Frauenakte. Da sind die "Schlummernde" oder "Geborgen".
So, wie die eine mit bis zum Kinn hochgezogene Beine und völlig
entspannten Gesichtausdruck ruht, ist nichts mehr von dem, was
ihren Alltag ausmacht, haben könnte. Die andere ganz in sich
ruhend. Immer wieder bringt er schlanke, ebenmäßig gebaute
Frauengestalten, die in etwas entspannt liegen, beispielweise in
einem Blatt. Man hat ihn gefragt warum er nie üppige Frauen
male. Es mache ihm eben Spaß, so wie es ist. " Harmonie
ist mir ganz wichtig", erklärt er auch zu seinen anderen
hier gezeigten Arbeiten. "Disharmonien gibt es ohnehin genug.
Es muß immer harmonisch bei mir zugehen", so sei er
auch in seinem Leben. Harmonie ist auch in seinen Farben. -stey- |