Galerie EinStein

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Eine sehenswerte Ausstellung in der Galerie EinStein
18. September 2001
Märkische Allgemeine
     
 

Großziethen - Für die Asien-Pazifik-Wochen hat die Galeristin Monika Krüger sich etwas Besonderes einfallen lassen. Zwei Künstler aus dem Reich der Mitte im Land Brandenburg, verhieß die Einladung. Am Sonntag Abend wurde in der Galerie EinStein die Ausstellung "Tradition und Moderne der gegenwärtigen Kunst in China" eröffnet.

Yang Jun und Li Feng sorgen mit ihren Bildern und Installationen bei manchem Besucher für einen Aha-Effekt. Anwesend waren neben den Künstlern auch ein Botschaftsrat der Volksrepublik China, ein Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums und Politiker aus dem Landkreis. Es hatte sich auch viele eingefunden, die eine besondere Beziehung zu dem fernen China verbindet. "Chinesische Kunst, auf diese scheinbar prägnante Formel gebracht, das waren meine ersten Überlegungen zu dieser Ausstellung", sagte Monika Krüger einleitend. Jedoch sei sie dann erschrocken gewesen über ihre Vermessenheit, einen so kleinen Ausschnitt als Gesamtbild ausgeben zu wollen. Sie stellte die Frage in den Raum, was wir denn tatsächlich von der sozialen und kulturellen Entwicklung in diesem volkreichsten Land der Erde wissen.

Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, war in vielen Gesprächen im Verlauf des Abends gegeben. Die Kunstwerke selbst beantworteten manches. Für die uralte Tradition chinesischer Kunst steht beispielsweise, was Yung Jun ausgestellt hat. Seine Bildwerke verbinden Malerei und Schrift auf glückliche Weise. Seine Kunst geht bis in die Tang-Dynastie (618-907) zurück, die einen Stand höchster Kultur erreichte, besonders in der Malerei. Berühmte Künstler widmeten sich der Kalligraphie. Leider mussten den Besuchern der Vernissage verborgen bleiben, welchen Inhalts die Schriftzeichen sind. Li Feng repräsentierte eine neue, frei gestaltende Künstlergeneration. In Großziethen zeigen seine Bilder, wie das Verhältnis von Tradition und Moderne neu formuliert werden kann. Heiterkeit bei den Besuchern erregte die Feststellung einer Dame, dass "Versunkene Richtung" falsch herum hänge. Auf der Einladung sei das Bild umgekehrt. Das Symbol trächtige Bild, das in durchsichtigem Harz einen abwärts weisenden Pfeil im Zentrum hat, führt auf der Einladungskarte aufwärts - eine ungewollte Verkehrung. Der Künstler platzierte es richtig.

Von der nächsten Woche an ist die sehenswerte Schau im Amt Schönefeld, Lilienthalstrasse 6 in Waltersdorf für vier Wochen ausgestellt. Elfriede Steyer



Die Kunstwerke von Li Feng und Yang Jun (v.l.) vereinen traditionelle mit modernen Elementen und geben einen interessanten Einblick in die chinesische Gegenwartskunst.

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